Diese Kategorie führt ausschließlich Baumwoll-Reihgarn in Rohweiß – den klassischen Heftfaden der Schneiderei. Reihgarn wird per Hand locker entlang einer Nahtlinie gestochen, um Stofflagen vor dem maschinellen Einnähen temporär zu fixieren. Nach dem Einnähen lässt es sich rückstandsfrei und ohne Kraftaufwand herausziehen.
Reihgarn – auch Heftgarn oder Heftfaden genannt – ist eines der ältesten Hilfsmittel der Schneiderei und in der professionellen Verarbeitung nach wie vor unverzichtbar. Es wird per Hand in langen, lockeren Stichen entlang der Nahtlinie oder Faltlinie gestochen, bevor eine Naht maschinell eingenäht wird. Das Ergebnis ist eine temporäre Fixierung, die präziser sitzt als Stecknadeln und das Verschieben der Stofflagen beim Einnähen verhindert – besonders bei schwierigen Materialien, empfindlichen Stoffen oder aufwendigen Passformen.
Locker gedrehtes Baumwollgarn in Rohweiß – speziell für das temporäre Heften von Nähten entwickelt. Die lockere Drehung macht das Garn weich und leicht handhabbar, gleichzeitig lässt es sich nach dem Einnähen einfach und rückstandsfrei herausziehen. Stärke 43/2 – bei Baumwollgarnen gilt: Je niedriger die Zahl, desto feiner das Garn. Stärke 43 ist ein mittleres Garn, gut handhabbar für alle gängigen Heftarbeiten. Die 20-g-Rolle enthält ca. 400 Meter Garn.
Stecknadeln sind schnell gesetzt – aber sie haben Nachteile: An der Nähmaschine muss man sie kurz vor der Nadel entfernen, was bei langen Nähten und schwierigen Passformen zu Ungenauigkeiten führt. Reihgarn bleibt beim Maschinennähen im Stoff und verhindert das Verrutschen zuverlässig über die gesamte Nahtlänge. Besonders bei Wollstoffen, Satinstoffen und anderen empfindlichen Materialien, bei denen Stecknadeln Druckstellen hinterlassen können, ist Reihgarn die bessere Wahl.
Reihgarn ist locker gedreht und aus Baumwolle – es ist weicher, lässt sich leicht per Hand stechen und reißt beim Herausziehen nicht den Stoff mit. Normales Polyester-Nähgarn ist fest gedreht, reißfest und für permanente Nähte ausgelegt – es lässt sich nach dem Einnähen nur schwer und mit Risiko für den Stoff wieder entfernen. Für temporäre Heftarbeiten ist Reihgarn deshalb immer die richtige Wahl.
Baumwolle lässt sich leichter reißen als Polyester – das ist beim Herausziehen der Heftstiche ein Vorteil, da das Garn bei Zug nachgibt, statt sich in den Stoff einzuarbeiten. Außerdem hinterlässt Baumwolle keine statische Aufladung und gleitet gut durch alle gängigen Gewebearten. Rohweiß ist die klassische Farbe für Reihgarn, da es auf fast allen Stoffen gut sichtbar ist.
Nein – Reihgarn ist ausschließlich für temporäre Heftarbeiten gedacht. Die lockere Drehung und die Baumwollfaser sind nicht auf Belastung ausgelegt; dauerhafte Nähte mit Reihgarn würden sich schnell lösen. Für permanente Nähte empfiehlt sich das Amann Saba 120 oder ein anderes hochwertiges Polyester-Nähgarn aus dem Garnsortiment.
Eine 20-g-Rolle Baumwoll-Reihgarn enthält ca. 400 Meter Garn. Bei regelmäßigem Verbrauch, etwa in Schneidereien, ist die Rolle ab einer Abnahme von 10 Stück günstiger im Grundpreis erhältlich.
Wer mit Reihgarn arbeitet, benötigt eine gute Handnähnadel sowie das passende Nähgarn für die endgültige Naht. Für das Markieren von Positionen und Linien auf dem Stoff eignen sich außerdem Markierstifte und Schneiderkreide. Wer Stecknadeln bevorzugt oder ergänzend einsetzt, findet diese im Nähzubehör. Für das Fixieren von Reißverschlüssen vor dem Einnähen empfiehlt sich Wonder Tape als Alternative zum Heften.
Für Schneidereien und gewerbliche Abnehmer mit regelmäßig größerem Bedarf: Großmengenanfragen bitte direkt per E-Mail an info@folhoffer.eu.