In dieser Kategorie finden Sie Kunstleder, glatt oder geprägt, weich (140 cm, 100 % PU) in acht Farben – von Schwarz und Dunkelbraun über Weiß bis zum Schlangen-Design – als Meterware für Hosen, Jacken, Röcke, Taschen und Applikationen.
Kunstleder (Lederimitat) ist ein textiles Trägermaterial, das einseitig mit einer Kunststoffschicht – hier 100 % Polyurethan (PU) – beschichtet ist. Die Oberfläche imitiert die Optik von Echtleder, ist pflegeleichter, gleichmäßiger in Stärke und Breite und kommt ohne tierische Rohstoffe aus. PU-Kunstleder ist weicher und flexibler als PVC-beschichtete Varianten und lässt sich gut mit der Nähmaschine verarbeiten. Alle Farbvarianten in dieser Kategorie sind 140 cm breit.
Das Kunstleder, glatt oder geprägt, weich (140 cm, 100 % PU) ist in sieben geprägten, weichen Farbtönen erhältlich: Dunkelbraun, Kohle, Dunkelrot, Aubergine, Schwarz und Schiefergrau. Die geprägte Oberfläche gibt eine feine Körnung, die Echtleder optisch nahekommt. Dazu kommt Weiß in glatter, etwas festerer Ausführung sowie ein glänzendes Schlangen-Design in Grau-Braun. Mit 140 cm Breite lassen sich die meisten Bekleidungsteile ohne Naht in der Mitte zuschneiden.
Nadel: Eine Leder- oder Microtex-Nadel NM 80–90 verwenden. Ledernadeln haben eine keilförmige Spitze, die das Material sauber durchsticht ohne zu reißen.
Nähfuß: Kunstleder klebt am normalen Nähfuß. Ein Teflonfuß oder Rollenfuß gleitet deutlich besser über die Oberfläche. Alternativ die Unterseite des Nähfußes mit Klebeband abkleben.
Stich: Stichlänge auf 3,0–3,5 mm einstellen. Kürzere Stiche perforieren das Material zu dicht und schwächen die Naht. Kein Rückwärtsnähen zum Sichern – stattdessen Fäden verknoten.
Zuschnitt: Mit scharfem Rollschneider oder Schere zuschneiden. Stecknadeln hinterlassen bleibende Löcher – stattdessen Schnittmusterteile mit Gewichten fixieren oder mit Kreide markieren und Klammern verwenden.
Nähte: Kunstleder lässt sich nicht bügeln – Nahtzugaben mit Kontaktkleber oder doppelseitigem Klebeband flach halten statt aufbügeln.
Welche Farben gibt es bei Kunstleder 140 cm breit?
Erhältlich sind sieben geprägte, weiche Farbtöne – Dunkelbraun, Kohle, Dunkelrot, Aubergine, Schwarz und Schiefergrau –, dazu Weiß in glatter, festerer Ausführung und ein glänzendes Schlangen-Design in Grau-Braun. Alle Varianten bestehen aus 100 % Polyurethan.
Was ist der Unterschied zwischen PU-Kunstleder und PVC-Kunstleder?
PU (Polyurethan) ist weicher, flexibler und atmungsaktiver als PVC (Polyvinylchlorid). PU-Kunstleder liegt näher an echter Lederoptik und -haptik, ist aber weniger hitzebeständig als PVC. Für Bekleidung ist PU die üblichere Wahl.
Kann man Kunstleder waschen?
Kunstleder aus PU ist nicht für die Waschmaschine geeignet – die Beschichtung kann sich ablösen. Oberflächen mit einem feuchten Tuch abwischen. Fertige Kleidungsstücke sollten trocken gereinigt werden.
Franst Kunstleder aus?
Nein – da keine gewebte Struktur vorhanden ist, fransen Schnittkanten nicht aus. Kanten müssen nicht versäubert werden, was die Verarbeitung vereinfacht.
Wie viel Stoff brauche ich für eine Kunstlederhose?
Für eine einfache Damenhose in Größe 38–40 bei 140 cm Breite rechnen Sie mit ca. 1,5–1,8 m. Kein Einlaufen, kein Vorwaschen nötig – direkt zuschneiden.
Für die Verarbeitung von Kunstleder finden Sie bei Folhoffer Leder- und Microtex-Nadeln sowie strapazierfähiges Polyester-Nähgarn. Für Jacken und strukturierte Teile eignen sich Vlieseinlagen zur Stabilisierung von Kragen und Knopfleisten. Als Verschlüsse passen Metall-Reißverschlüsse, teilbar für Jacken sowie Metall-Reißverschlüsse, nicht teilbar für Hosen und Röcke. Druckknöpfe und Ösen ergänzen die Lederimitat-Optik ohne sichtbare Nahtlöcher. Für Taschen sind Kleber und Doppelklebeband zum Fixieren von Nahtzugaben sinnvoll.