Diese Kategorie enthält vier Produktgruppen: Druckknöpfe zum Annähen und nähfrei aus Metall (7–21 mm, von Prym, YKK und KAM Snaps), Jeansknöpfe mit Dornverschluss, Jersey-Drücker für elastische Stoffe sowie Ösen mit Scheiben für Kordeln und Schnürungen – für Bekleidung, Taschen und Outdoortextilien.
Druckknöpfe und Ösen sind Metallverschlüsse, die ohne Reißverschluss oder Knopfloch auskommen. Druckknöpfe bestehen aus zwei Teilen – einem Stempel (der vorstehende Teil) und einem Napf (der aufnehmende Teil) –, die durch leichten Druck einrasten und durch Abziehen wieder geöffnet werden. Ösen dienen primär zur Verstärkung von Löchern in Stoff, Leder oder Plane – etwa für Kordeln, Schnürungen und Befestigungspunkte. Diese Kategorie enthält Produkte für drei Anbringtechniken: klassisches Annähen, werkzeugfreies Eindrücken und werkzeuggebundenes Einschlagen.
Der Druckknopf zum Annähen aus Metall ist in den Größen 7, 9, 11, 15, 17, 19 und 21 mm erhältlich – jeweils in Silber oder Schwarz. Er wird mit Faden durch die Ösen am Rand auf den Stoff genäht. Die Anbringtechnik erfordert kein Sonderwerkzeug und ist auf nahezu jedem Stoff einsetzbar.
Die Anorak-Druckknöpfe nähfrei (15 mm, dunkel brüniert, 10 Stück) werden werkzeugfrei eingedrückt – ohne Nähen, ohne Hammer. Sie eignen sich laut Produktbeschreibung für Anoraks, Jacken, Kleider, Röcke und Feinleder bei mittlerer Schlusskraft.
Jeansknöpfe sind einteilige Metallknöpfe mit Dornverschluss, die mit einem Nietstift durch den Stoff gesetzt werden. Sie sind mit und ohne Motiv erhältlich – darunter Lorbeerkranz und glatt –, in verschiedenen Farben. Das Anbringen erfordert ein Einschlagwerkzeug oder einen Hammer mit Unterlegscheibe.
Jersey-Drücker sind Druckknöpfe, die speziell für elastische Stoffe entwickelt wurden. Ihre Konstruktion verhindert, dass sie beim Dehnen des Gewebes herausgedrückt werden – typisches Einsatzfeld: Kinderbekleidung, Jerseyware und Stretchstoffe.
Ösen mit Scheiben bestehen aus einem Ring (der Öse), der durch den Stoff greift, und einer Gegenplatte (der Scheibe), die von der Rückseite aufgepresst wird. Sie verstärken Löcher in Stoff, Leder oder Plane dauerhaft und schaffen einen sauberen, belastbaren Durchzug für Kordeln und Schnürungen.
Annähdruckknöpfe: Den Knopf mit festem Polyestergarn oder Knopflochgarn durch die Randösen annähen – jede Öse mindestens vier- bis fünfmal durchstechen. Anfang und Ende verknoten, nicht abbrennen.
Nähfreie Druckknöpfe: Den Stoff an der Befestigungsstelle vorab verstärken – eine kleine Lage Vlieseinlage verhindert, dass der Knopf durch dünnen Stoff reißt. Stempel und Napf dann gleichmäßig aufeinander drücken, bis die Rastelemente einrasten.
Jeansknöpfe: Loch mit einer Ahle oder einem Locheisen vorstechen – nicht schneiden, damit die Fäden nicht ausfasern. Dornstift von der rechten Seite einführen, Scheibe von der linken Seite aufsetzen und mit dem Einschlagwerkzeug auf harter Unterlage festklopfen.
Ösen: Lochdurchmesser passend zur Ösen-Innengröße wählen – ein zu großes Loch macht den Halt instabil. Öse von der rechten Seite einführen, Scheibe von der linken Seite aufsetzen und mit Ösenzange oder Einschlageisen verpressen. Bei belasteten Anwendungen Stoff an der Einsatzstelle durch eine zweite Lage oder eine Vlieseinlage verstärken.
Was ist der Unterschied zwischen Druckknöpfen zum Annähen und nähfreien Druckknöpfen?
Druckknöpfe zum Annähen haben Ösen am Rand und werden mit Faden auf den Stoff genäht – dafür ist kein Werkzeug nötig, und die Methode funktioniert auf nahezu jedem Stoff. Nähfreie Druckknöpfe haben Rastzähne oder Klemmarme, die beim Eindrücken durch den Stoff greifen und von der Rückseite halten, ohne dass genäht wird. Sie sind schneller anzubringen, setzen aber voraus, dass der Stoff ausreichend stabil oder mit einer Einlage verstärkt ist. Annähdruckknöpfe lassen sich leichter wieder entfernen und umsetzen; nähfreie Druckknöpfe sind nach dem Eindrücken dauerhaft fixiert. Bei sehr dünnen Stoffen empfiehlt sich in beiden Fällen eine Vlieseinlage an der Befestigungsstelle.
Welche Druckknopfgröße passt für welches Projekt?
Kleine Druckknöpfe (7–9 mm) eignen sich für feine Blusenstoffe, Babyartikel und dekorative Anwendungen, bei denen der Knopf möglichst unauffällig bleiben soll. Mittlere Größen (11–15 mm) passen für Jacken, Taschen und Sportbekleidung. Große Druckknöpfe (17–21 mm) kommen bei Anoraks und Planen zum Einsatz, wo hohe Schlusskraft gefragt ist. Als Faustregel gilt: Je dicker und schwerer der Stoff, desto größer sollte der Druckknopf sein. Bei filigranen Stoffen wirkt ein 21-mm-Knopf schnell unproportioniert – Größe und Optik sollten zum Stoff passen.
Was sind Jerseydrücker und wann verwendet man sie statt herkömmlicher Druckknöpfe?
Jerseydrücker sind Druckknöpfe, die speziell für elastische Gewebe wie Jersey, Interlock oder Stretchstoffe entwickelt wurden. Herkömmliche Druckknöpfe können sich bei starker Dehnung des Stoffs lösen, weil die Zugkraft beim Tragen die Schlusskraft überwindet. Jerseydrücker sind so konstruiert, dass sie bei seitlicher Dehnung im Gewebe verankert bleiben, ohne aufzuspringen. Sie werden besonders in der Kinderbekleidung, bei Sportartikeln und bei Stretchjacken eingesetzt. Das Anbringen erfolgt meist mit einer Spezialzange, die die Halteelemente gleichmäßig im Stoff verankert.
Wie setzt man Ösen mit Scheiben richtig ein?
Zuerst wird mit einer Ahle oder einem Locheisen ein Loch in den Stoff gestochen – der Durchmesser sollte dem Innenmaß der Öse entsprechen, damit der Halt stimmt. Dann wird die Öse von der rechten Stoffseite durch das Loch geführt und die Scheibe von der linken Seite darübergesteckt. Mit einer Ösenzange oder einem Einschlageisen und Hammer werden beide Teile miteinander verpresst, sodass der überstehende Rand der Öse umgelegt wird und die Scheibe gesichert hält. Bei zugbelasteten Anwendungen wie Planensegeln oder Sportbeuteln sollte der Stoff an der Einsatzstelle durch eine Vlieseinlage oder eine zweite Stofflage verstärkt sein. Ösen in kleinen Größen lassen sich gelegentlich auch mit einem handelsüblichen Handdrücker ohne Hammer setzen.
Was ist der Unterschied zwischen Jeansknöpfen und Druckknöpfen?
Jeansknöpfe sind einteilige Metallknöpfe mit einem Stahlniet, der durch das Gewebe gestochen und auf der Rückseite mit einer Scheibe vernietet wird – sie rasten nicht ein wie Druckknöpfe, sondern werden wie ein regulärer Knopf durch ein Knopfloch geführt. Druckknöpfe hingegen öffnen und schließen sich durch leichten Druck ohne Knopfloch. Jeansknöpfe halten in schwerem Denim dauerhaft, ohne sich mit der Zeit zu lockern, was bei genagelten Druckknöpfen unter Dauerbelastung vorkommen kann. Jeansknöpfe sind typisch für den Hosenbund von Jeans und Arbeitshosen; Druckknöpfe finden sich an Jackenvorderseiten, Taschenklappen und Kinderbekleidung. Das Anbringen von Jeansknöpfen erfordert ein Einschlagwerkzeug oder Hammer, während Annähdruckknöpfe nur Faden und Nadel brauchen.
Für das Annähen von Druckknöpfen finden Sie bei Folhoffer passendes Nähgarn sowie Vlieseinlagen zur Verstärkung der Befestigungsstelle. Weitere Verschlussarten – darunter Magnetknöpfe, Haken und Schnallen – finden Sie unter Verschlüsse. Für Projekte, bei denen zusätzlich Knöpfe mit Knopfloch benötigt werden, steht das Sortiment unter Knöpfe zur Verfügung. Für Jacken und Anoraks, an denen Druckknöpfe eingesetzt werden, finden Sie ergänzend Reißverschlüsse und passendes Nähzubehör im Shop.