Ob Baumwolle, Wolle, Leinen oder Polyester – die Faser, aus der ein Stoff besteht, bestimmt sein Verhalten beim Waschen, Bügeln, Tragen und Verarbeiten. Diese Seite gibt einen strukturierten Überblick über alle wichtigen Faserarten und ihre Eigenschaften in der Praxis. Zur offiziellen Kurzbezeichnung aller Fasern: Kürzel für Textilfasern. Zum richtigen Waschen und Pflegen: Pflegesymbole und Pflegetipps.
Pflanzlich: Baumwolle, Leinen, Hanf, Jute, Ramie, Sisal, Kokos
Tierisch: Schafwolle, Mohair, Kaschmir, Alpaka, Seide, Angora
Mineralisch: Asbest (verboten), Glasfaser, Metallfaser
Naturbasiert: Viskose, Modal, Lyocell/Tencel, Cupro, Acetat
Sonstige naturbasiert: Gummi/Kautschuk, Kaseinfaser, Glasfaser
Synthetisch: Polyester, Polyamid, Elasthan, Acryl, Modacryl, Polyolefin, PVC
Aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Quellen – atmungsaktiv und hautfreundlich, mit spezifischen Pflegeanforderungen
Weich, hautfreundlich, sehr strapazierfähig – die meistverwendete Naturfaser weltweit. Nimmt Feuchtigkeit gut auf, neigt zum Knittern. Vor dem Zuschnitt vorwaschen. Verarbeiten: Universalnadel Nm 80, Polyestergarn.
Aus den Stängeln der Flachspflanze – fest, feuchtigkeitsregulierend und kühlend. Ideal für Sommerkleidung. Wird mit der Zeit weicher. Gut bügelbar. Verarbeiten: Universalnadel Nm 80–90.
→ Leinenstoffe im ShopEine der ältesten Naturfasern – strapazierfähig, reißfest und von Natur antibakteriell. Benötigt kaum Pestizide im Anbau. Für Taschen, Heimtextilien und robuste Bekleidung geeignet.
Aus der Jutepflanze – bekannt für Säcke, Teppiche und Taschen. Im Bekleidungsbereich für dekorative Anwendungen und natürliche Optik eingesetzt.
→ Jutestoffe im ShopElastisch, feuchtigkeitsregulierend, wärmend – kann bei falscher Pflege einlaufen und verfilzen. Für Wollstoffe und Trachtenstoffe empfiehlt sich Gewebeeinlage sowie Plack für Sakkos und Mäntel.
Glatt, leicht und glänzend – empfindlich gegenüber Hitze und Reibung, nur Handwäsche oder chemische Reinigung. Seidenähnlicher Griff bei Satinstoffen und Futterstoffen.
Besonders weich, wärmend und hypoallergen – kein Lanolin, daher ideal für Menschen mit Wollunverträglichkeit. Auch Lamawolle (gröber, strapazierfähig) und Vikunja (seltenste, feinste Faser).
Asbest – mineralische Naturfaser mit hoher Hitzebeständigkeit. In Deutschland und der EU seit 1993 vollständig verboten (Lungengefährdung). | Glasfaser – nicht brennbar, hoch belastbar; für technische Textilien, nicht für Bekleidung. | Metallfaser (Edelstahl, Aluminium) – in dekorativen Stoffen wie Lurexbändern und technischen Textilien.
Industriell hergestellt – naturbasiert aus Zellulose oder vollständig synthetisch – mit gezielten technischen Eigenschaften
Aus Holzzellulose – weich, fließend drapierend, ähnlich wie Baumwolle. Nimmt Feuchtigkeit gut auf, wird nass aber schwach und kann einlaufen. Häufig in Blusenstoffen und Futterstoffen.
Weiterentwicklung der Viskose aus Buchenholz – weicher und widerstandsfähiger, besonders hautfreundlich. Häufig in Unterwäsche, Jerseystoffen und Heimtextilien.
In geschlossenem Kreislaufverfahren aus Holzzellulose hergestellt – besonders umweltschonend. Weich, feuchtigkeitsregulierend und biologisch abbaubar.
→ Lyocell-Stoffe im ShopDie meistverwendete Synthesefaser – reißfest, schnelltrocknend, nimmt kaum Feuchtigkeit auf. In Outdoorbekleidung, Fleece, Futterstoffen und als meistverwendetes Material für Nähgarne.
Besonders abriebfest und reißfest – in Strumpfhosen, Badebekleidung, Outdoorstoffen und technischen Textilien. Sehr elastisch und schnelltrocknend.
Macht in geringen Anteilen beigemischt Stoffe dehnbar. Fast alle Stretchstoffe und Jerseystoffe enthalten Elasthan. Beim Nähen immer eine Stretchnadel und elastisches Nähgarn verwenden.
In der Praxis sind viele Stoffe Mischgewebe – eine Kombination aus zwei oder mehr Faserarten, die die Vorteile beider vereint. Häufige Beispiele: Baumwolle/Polyester (weniger Knittern, atmungsaktiver als reines Polyester) · Wolle/Polyamid (wärmend und abriebfest) · Baumwolle/Elasthan (formstabil und dehnbar). Die genaue Faserzusammensetzung ist auf dem Pflegeetikett angegeben – in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.
Für die Wahl des richtigen Nähgarns gilt: Gleiche oder ähnliche Fasern zusammennähen gibt die besten Ergebnisse. Die offiziellen Kürzel aller Fasern: Kürzel für Textilfasern. Zur richtigen Pflege: Pflegesymbole und Pflegetipps. Bei hartnäckigen Flecken: Flecken entfernen.
Alle Stoffe bei Folhoffer sind nach Faserart und Verwendungszweck sortiert: Baumwollstoffe, Leinenstoffe, Wollstoffe, Jerseystoffe, Stretchstoffe, Futterstoffe, Outdoorstoffe, Fleece, Lyocell-Stoffe, Trachtenstoffe und viele mehr. Das passende Nähgarn – von synthetischen Garnen bis elastischem Nähgarn – sowie passende Nähmaschinennadeln (Universal, Stretch, Jeans, Leder) und Einlagestoffe wie Vlieseline und Gewebeeinlagen finden Sie ebenfalls im Shop.