Dieses Baumwollreihgarn in Nm 43/2 ist ein klassisches Heftgarn für die Schneiderei und das Heimnähen. Es wird vor dem maschinellen Vernähen mit der Hand durch den Stoff gezogen, um Lagen lagegenau zu fixieren – besonders bei Kurven, Schrägschnitten und mehrlagigen Stoffen, wo Stecknadeln verrutschen oder den Stoff verziehen. Nach dem Maschinennähen lässt sich der Faden ohne Rückstände entfernen. Die 20-g-Rolle enthält ca. 400 Meter, was für viele Projekte ausreicht.
Material: 100 % Baumwolle. Garnstärke: Nm 43/2 (zweifach gezwirnt, mittelfein). Farbe: rohweiß. Rollengewicht: 20 g, entspricht ca. 400 Metern. Der Faden ist weich, reißt beim Herausziehen gleichmäßig und hinterlässt keine Druckspuren im Stoff. Da er aus reiner Baumwolle besteht, kann er bei Bedarf auch gebügelt werden, ohne zu schmelzen.
Vorläufiges Heften von Nähten in der Konfektion und im Schneiderbetrieb – insbesondere bei Ärmeln, Kragenansätzen, Hosenschlitzen und Schrägschnitten. Fixieren von Einlagen und Zwischenlagen vor dem Bügeln und Nähen. Quilten und Patchwork: Die Lagen eines Quilt-Sandwichs (Quilt-Top, Watte, Rückseitenstoff) werden mit Reihgarn zusammengeheftet, bevor die eigentliche Steppnaht gesetzt wird. Handstickerei: Als Vorzeichenfaden zum Übertragen von Mustern auf den Stoff (Reihen entlang der Kontur, die nach dem Sticken entfernt werden).
Nadel: Handnähnadel, Länge je nach Vorliebe – lange Steppnadeln (Quilting-Nadeln) erleichtern das schnelle Durchstechen mehrerer Lagen gleichzeitig.
Stichlänge: 5–10 mm, je nach Stoff und Anwendung. Kürzere Stiche bei Kurven und Ecken für präzisere Fixierung.
Entfernen: Den Heftfaden nach dem Maschinennähen mit einer Nahttrennnadel oder den Fingern herausziehen. Bei langen Heftnähten den Faden alle 10–15 cm durchtrennen, dann in kurzen Abschnitten herausziehen – das reduziert das Risiko, die Maschinennaht mitzureißen.
Bügeln: Der Faden verträgt Bügelhitze, sollte aber nicht dauerhaft im Stoff verbleiben und gebügelt werden, da er sich leicht in feinen Geweben eindrücken kann.
Ab 10 Rollen reduziert sich der Stückpreis. Für Schneiderbetriebe, Theater-Fundus und Schulen, die regelmäßig größere Mengen Heftgarn benötigen, lohnt sich die Abnahme der Mengeneinheit.
Was ist der Unterschied zwischen Reihgarn und normalem Nähgarn?
Reihgarn (Heftgarn) ist bewusst schwächer als normales Nähgarn – es soll sich nach dem Maschinennähen leicht und rückstandsfrei entfernen lassen. Normales Nähgarn ist reißfester und bleibt dauerhaft in der Naht. Das Baumwollreihgarn Nm 43/2 von Folhoffer ist speziell für diesen temporären Einsatz ausgelegt.
Kann man Heftgarn zum Quilten verwenden?
Ja – Baumwoll-Reihgarn wird beim Quilten eingesetzt, um die drei Lagen des Quilt-Sandwichs (Oberstoff, Watte, Rückseite) vor dem Steppen zu fixieren. Es wird in einem Raster von ca. 10–15 cm mit der Hand durchgeheftet und nach dem maschinellen Steppen wieder entfernt. Das rohweiße Garn ist für helle Stoffe geeignet; bei dunklen Stoffen kann die Farbe abfärben – hier ist ein farblich passendes Reihgarn zu bevorzugen.
Wie viel Meter enthält eine 20-g-Rolle Reihgarn?
Eine 20-g-Rolle des Baumwollreihgarns Nm 43/2 enthält ca. 400 Meter. Bei einem durchschnittlichen Kleidungsstück mit mehreren Heftnähten reicht eine Rolle für 3–5 Projekte, abhängig von der Stichlänge und der Länge der gehefteten Nähte.
Hinterlässt Heftgarn Spuren im Stoff?
Baumwoll-Reihgarn hinterlässt bei sachgemäßer Verwendung keine dauerhaften Spuren. Wichtig ist, den Faden nicht zu lange im Stoff zu belassen und ihn nicht dauerhaft einzubügeln. Bei empfindlichen Geweben wie Seide oder feinem Wollstoff den Faden so bald wie möglich nach dem Maschinennähen entfernen.
Kann man Reihgarn auch maschinell verarbeiten?
Reihgarn ist für die Handverarbeitung ausgelegt und nicht für die Nähmaschinenspule vorgesehen. Es ist zu weich und ungleichmäßig für eine stabile Maschinennaht. Für die Nähmaschine steht reguläres Polyester-Nähgarn oder Baumwoll-Nähgarn zur Verfügung.