Dieses Nahtband von Freudenberg Performance Materials arbeitet anders als ein Kantenband: Es wird nicht auf eine fertige Kante aufgebügelt, sondern vor dem Nähen in die Nahtzugabe eingelegt und dort fixiert. Die Naht wird anschließend durch das Band hindurchgenäht – das Band liegt dann dauerhaft in der Naht und verhindert, dass sie sich unter Belastung dehnt, verzieht oder ausleiert. Mit 10 mm Breite passt es in jede Standard-Nahtzugabe, ohne über die Nahtlinie hinauszuragen. Farbe Grafit für dunkle Oberstoffe.
Zusammensetzung: 100 % Polyester. Breite: 10 mm. Rolleninhalt: 50 m. Farbe: Grafit. Hersteller: Freudenberg Performance Materials. Aufbügelbar – die Klebeschicht fixiert das Band vor dem Nähen in der Nahtzugabe und erleichtert die präzise Positionierung. Bügelstufe 2–3, ca. 10 Sekunden pro Stelle. Nach dem Aufbügeln mindestens 20 Minuten auskühlen lassen. Waschbar bei 40 °C, nicht im Trockner, chemische Reinigung möglich.
Schulternähte an Jacken, Blazern und Kleidern – verhindert das Ausleihern der Naht durch den Zug des Ärmels und das Gewicht des Kleidungsstücks. Arm- und Halsausschnitte – sichert die Naht gegen Dehnung beim Anziehen und Tragen, besonders bei schräg verlaufenden Ausschnitten. Tascheneingriffe – stabilisiert die Naht am Eingriff, der durch häufiges Öffnen und Schließen stark beansprucht wird. Paspelknopflöcher – gibt der Naht rund um die Paspel den nötigen Halt, damit sich das Knopfloch nicht verzieht. Revers und Vorderkanten, wenn das Band zusätzlich zur flächigen Einlage in die Naht selbst eingearbeitet werden soll.
Ein Kantenband wird auf die Kante aufgebügelt und bleibt außerhalb der Naht. Ein Nahtband wird in die Naht eingenäht und liegt nach dem Vernähen unsichtbar im Innern des Kleidungsstücks. Beide Produkte ergänzen sich: Das Kantenband stabilisiert die Kante, das Nahtband die Naht selbst. Für Schulternähte wird in der Regel ausschließlich das Nahtband verwendet, da die Schulternaht keinen Kantenbereich hat, der von außen zugänglich wäre. Weitere Nahtbänder sowie die fadenverstärkten Kantenbänder in allen Breiten finden Sie im Sortiment.
Positionierung: Band mit der klebenden Seite auf die linke Seite des Oberstoffs legen, bündig an der Nahtlinie ausrichten. Das Band liegt vollständig in der Nahtzugabe.
Aufbügeln: Bügelstufe 2–3, ca. 10 Sekunden pro Stelle. Das Band fixiert sich durch die Hitze in der Nahtzugabe und verrutscht beim nachfolgenden Nähen nicht mehr.
Auskühlen: Mindestens 20 Minuten flach liegend ruhen lassen, bevor genäht wird.
Nähen: Die Naht wird durch das Band hindurchgenäht – normaler Stich, keine Anpassung der Nähmaschine nötig. Das Band ist weich genug, um ohne Probleme unter der Nähmaschine hindurchzulaufen.
Pflege: Maschinenwäsche 40 °C, nicht bleichen, nicht im Trockner, bügeln Stufe 2, chemische Reinigung möglich.
Das passende Nahtband in Weiß für helle Stoffe finden Sie ebenfalls im Sortiment unter Nahtband. Für die Stabilisierung von Kanten – also außerhalb der Naht – sind die fadenverstärkten Kantenbänder die richtige Wahl. Flächige Einlagen für Vorderteile und Kleinteile finden Sie unter Vlieseinlagen und Vlieseline.
Was ist der Unterschied zwischen einem Nahtband und einem Kantenband?
Ein Nahtband wird vor dem Nähen in die Nahtzugabe eingelegt und durch die Naht hindurchgenäht – es sitzt dauerhaft im Innern der Naht und verhindert, dass sie sich unter Belastung dehnt. Ein Kantenband hingegen wird nach dem Zuschnitt auf die Kante aufgebügelt und bleibt außerhalb der Naht. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben und werden oft gemeinsam eingesetzt.
Für welche Nähte wird ein Nahtband bei Jacken und Mänteln typischerweise verwendet?
In der Jacket- und Mantelschneiderei kommt das Nahtband vor allem an der Schulternaht zum Einsatz, da diese durch das Gewicht des Ärmels und des gesamten Kleidungsstücks stark auf Zug beansprucht wird. Weitere übliche Stellen sind der Halsausschnitt, der Armausschnitt sowie Tascheneingriffe mit Paspel. An Schulternähten wird ausschließlich das Nahtband verwendet – ein Kantenband wäre hier nicht sinnvoll einzusetzen.
Muss das Nahtband aufgebügelt werden, oder kann man es auch einfach einnähen?
Das Aufbügeln ist optional, aber empfehlenswert: Es fixiert das Band in der Nahtzugabe und verhindert, dass es beim Nähen verrutscht. Wer auf das Aufbügeln verzichtet, kann das Band auch mit Stecknadeln oder Reihgarn vorläufig fixieren und dann einsteppen. Die Stabilisierungswirkung nach dem Einnähen ist in beiden Fällen gleich – die Klebeschicht spielt nach dem Vernähen keine funktionale Rolle mehr.
Warum gibt es das Nahtband in Grafit und Weiß – welche Farbe soll ich wählen?
Da das Band nach dem Einnähen vollständig im Innern der Naht verschwindet, spielt die Farbe funktional keine Rolle. Praktisch empfiehlt sich Grafit für dunkle Stoffe und Weiß für helle Stoffe – so ist das Band beim Positionieren und Aufbügeln weniger auffällig und mögliche Farbunterschiede beim Durchscheinen an Nahtzugaben kein Thema.
Kann das Nahtband auch bei Jersey- und Stretchstoffen eingesetzt werden?
Ja – an Schulternähten von Jerseyteilen wird ein Nahtband sogar empfohlen, da Jerseygewebe von Natur aus dehnbar ist und die Schulternaht ohne Sicherung unter dem Gewicht des Kleidungsstücks ausleiert. Das Nahtband aus Polyester dehnt sich in Längsrichtung nicht und hält die Schulternaht dauerhaft in Form. Beim Aufbügeln auf Jersey die Bügeltemperatur vorsichtig anpassen und kein Dampf verwenden.