Mit 25 mm ist dieses Vliesband von Helsa Group helsaform das breiteste Kantenband der Serie und adressiert einen spezifischen Bedarf: Schnitte mit großzügigen Nahtzugaben von 25 mm und mehr, oder Kanten, die besonders viel Stabilisierungsfläche brauchen, um dauerhaft in Form zu bleiben. Klassisches Einsatzgebiet sind breite Mantelrevers nach traditioneller Schneiderarbeit, Gehröcke und Uniformjacken mit doppelter Vorderkante sowie aufwendig konstruierte Taschenverarbeitungen an Herrenbekleidung. Die eingearbeiteten Längsfäden verhindern jedes Dehnen und Einlaufen in Längsrichtung – auch nach wiederholten Wäschen.
Zusammensetzung: 100 % Polyester. Breite: 25 mm. Rolleninhalt: 100 m. Farben: Weiß und Grafit. Hersteller: Helsa Group helsaform GmbH. Die Fadenverstärkung sitzt in Längsrichtung und hält das Band auch beim Aufbügeln über geschwungene Kanten maßecht. Das Band ist für alle gängigen Ober- und Futterstoffe geeignet. Bei Nahtzugaben unter 25 mm ragt das Band in die Sichtfläche des Oberstoffs – in solchen Fällen ist ein schmaleres Band die richtigere Wahl.
Die Wahl der Bandbreite richtet sich nach der Nahtzugabe des Schnittes: Das Band sollte vollständig innerhalb der Nahtzugabe liegen und die Nahtlinie nicht überschreiten. 25 mm passt bei Schnitten mit 25–30 mm Nahtzugabe, wie sie in der klassischen Herrenschneiderei und im Kostümbau üblich sind. Typische Anwendungen in dieser Breite: breite Reversbruchlinien an Mänteln und Gehröcken, Vorderkanten an Uniformjacken und Kostümen, breit angelegte Bundansätze an Röcken und Hosen mit 25-mm-Nahtzugabe sowie Pattentaschen mit großem Deckelbereich. Für Standardschnitte mit 10–15 mm Nahtzugabe sind die Breiten 10 oder 15 mm die bessere Wahl.
Grafit für dunkle Oberstoffe – Schwarz, Dunkelblau, Anthrazit, Dunkelbraun. Weiß für helle bis mitteltonige Stoffe. Bei 25 mm Breite ist besonders darauf zu achten, dass das Band nicht durch den Oberstoff hindurchscheint: Bei halbdurchsichtigen oder dünnen Geweben im Zweifel die Oberstofffarbe als Orientierung nehmen oder einen Teststreifen aufbügeln.
Positionierung: Eine Bandkante bündig an der Nahtlinie ausrichten, sodass das Band vollständig in der Nahtzugabe liegt. Bei 25 mm Breite ist präzises Anlegen wichtiger als bei schmaleren Bändern, da Versatz stärker auffällt.
Aufbügeln: Bügeleisen Stufe 2, leichter Druck, ca. 8 Sekunden pro Stelle. Das Band nicht verschieben, solange die Klebeschicht warm ist. Bei Wollstoffen ein Bügeltuch als Zwischenlage verwenden.
Rundungen: Das Band vor dem Aufbügeln in kleine Falten legen und abschnittweise in die Kurve bügeln. Bei 25-mm-Breite sind die Falten etwas tiefer als bei schmaleren Bändern – das ist normal.
Auskühlen: Mindestens 20 Minuten flach liegend auskühlen lassen, bevor die Kante weiterverarbeitet wird.
Pflege: Maschinenwäsche bei 40 °C, nicht bleichen, nicht im Trockner, bügeln Stufe 2, chemische Reinigung möglich.
Schmalere Breiten für Standardschnitte: Vliesband 20 mm und Vliesband 15 mm. Den kompletten Breitenvergleich finden Sie in der Kategorie Vliesbänder im Bereich Einlagestoffe. Für flächige Einlagen an Oberstoffteilen stehen Gewebeeinlagen und Vlieseinlagen bereit. Wer Schulternähte und Armlöcher zusätzlich sichern möchte, findet das passende Produkt unter Nahtband.
Für welche Kleidungsstücke wird ein 25-mm-Vliesband typischerweise verwendet?
Ein 25-mm-Vliesband kommt vor allem in der klassischen Herrenschneiderei und im Kostümbau zum Einsatz: breite Reversbruchlinien an Mänteln und Gehröcken, Vorderkanten an Uniformjacken, Pattentaschen mit großem Deckel sowie Bundansätze an Röcken und Hosen, die mit einer Nahtzugabe von 25 mm oder mehr gearbeitet werden. In der Damenkonfektion und bei Standardschnitten mit 10–15 mm Nahtzugabe werden schmalere Bänder bevorzugt.
Was passiert, wenn das Vliesband breiter ist als die Nahtzugabe?
Übersteigt die Bandbreite die Nahtzugabe, ragt ein Teil des Bandes über die Nahtlinie hinaus in die Sichtfläche des Oberstoffs. Das ist am fertigen Kleidungsstück von außen nicht zwingend sichtbar, kann aber beim Bügeln Abdrücke hinterlassen und den Griff des Oberstoffs verändern. Richtwert: Die Bandbreite sollte immer gleich oder kleiner als die Nahtzugabe des Schnittes sein.
Kann man das Vliesband bei geschwungenen Mantelrevers verwenden?
Ja – das Band wird vor dem Aufbügeln in kleine Falten gelegt und in die Kurve der Reversbruchlinie vorgeformt. Bei 25 mm Breite sind die Falten entsprechend tiefer als bei schmaleren Bändern. Abschnittweise aufbügeln (ca. 8 Sekunden pro Stelle, Stufe 2) und jede Stelle vollständig auskühlen lassen, bevor der nächste Abschnitt folgt.
Wie unterscheidet sich dieses Vliesband von einem Plack oder einer Gewebeeinlage für Revers?
Ein Vliesband stabilisiert ausschließlich die Kante entlang der Nahtzugabe – es verändert den Griff des Oberstoffs nicht. Ein Plack oder eine Gewebeeinlage wird flächig unter das gesamte Reversstück aufgebügelt oder eingenäht und gibt dem Revers zusätzliche Körperhaftigkeit. In der klassischen Schneiderei werden beide Techniken kombiniert: Gewebeeinlage für das Reversfeld, Vliesband zusätzlich entlang der Bruchlinie.
Ist das 25-mm-Vliesband auch für Theaterkostüme geeignet?
Ja – das Band ist waschbar bei 40 °C und für chemische Reinigung freigegeben, was den Anforderungen des Theaterkostümbetriebs entspricht. Die 100-m-Rolle ist für Kostümabteilungen sinnvoll, die regelmäßig größere Stückzahlen verarbeiten. Für schwer entflammbare Anforderungen an Bühnenkleidung ist das Band allein nicht ausreichend – dafür stehen schwer entflammbare Stoffe im Sortiment bereit.




