Die Stretch-In 9110 ist eine querelastische Gewebeeinlage aus 100 % Polyester von Helsa mit 30 g/m². In Gewicht und Eigenschaften entspricht sie der Vlieseline G785: leichte Stabilisierung ohne den Griff des Oberstoffs zu verändern, zuverlässige Haftung auch auf schwierigen Oberflächen wie Viskose, Acetat und Cupro, und eine Querelastizität, die der Dehnung des Stoffs beim Tragen nachgibt. Sie ist in zwei Breiten und drei Farben verfügbar – damit eine der vielseitig einsetzbaren Gewebeeinlagen im Sortiment für empfindliche Damenoberstoffe.
Die 9110 stabilisiert Kragen, Manschetten, Blenden und Knopfleisten an Blusen und Kleidern aus leichten Blusenstoffen, Viskose und empfindlichen Webwaren, ohne den fließenden Charakter des Stoffs zu beeinträchtigen. Für Vorderteile von leichten Jacken und Blousons aus elastischen Materialien gibt sie die nötige Stabilität, ohne die Beweglichkeit des Stoffs einzuschränken. Die ausgezeichnete Haftung auf Viskose, Acetat und Cupro – Stoffe, auf denen viele Einlagen schlecht haften – ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber einfachen Bügeleinlagen. Die 150-cm-Breite eignet sich für breitere Schnittteile oder wenn mehrere Teile in einem Zug zugeschnitten werden sollen.
Zuschnitt: In Längsrichtung, dem Fadenlauf des Oberstoffs folgend, fadengerecht zuschneiden. Die Querelastizität der Einlage soll mit der Hauptdehnrichtung des Stoffs übereinstimmen.
Aufbügeln: Beschichtete Seite nach unten auf die linke Stoffseite legen. Bügeleisen auf ca. 170 °C stellen – ohne Dampf – und jede Stelle 8–12 Sekunden mit Handdruck aufdrücken, nicht schieben. Bei besonders empfindlichen Stoffen zunächst punktweise anfixieren, um Verzug zu vermeiden.
Abkühlzeit: Mindestens 20–30 Minuten flach liegend auskühlen lassen, bevor weiterverarbeitet wird.
Wäsche: 40 °C Normalwaschgang, nicht bleichen, Trockner auf niedriger Stufe möglich. Chemische Reinigung mit P und WS möglich. Pflegeanforderungen des Oberstoffs beachten.
Weiß für helle Oberstoffe und helle Blusen. Hellgrau ist neutral für mittlere und helle Grautöne sowie für Stoffe, bei denen Weiß durchscheinen könnte. Schwarz für dunkle Oberstoffe. Bei transparenten Stoffen empfiehlt sich ein kurzer Probetest an einem Reststück.
Für feinste, transparenteste Damenoberstoffe unter ca. 50 g/m² steht die noch leichtere Stretch-In 9100 mit 22 g/m² zur Verfügung. Für Nähprojekte aus Viskose und Acetat eignet sich als Nähgarn ein feines synthetisches Nähgarn. Nahtbereiche lassen sich mit Nahtband zusätzlich sichern. Wer eine elastische Einlage für Jerseystoffe sucht, findet die passende Jerseyfixiereinlage im Sortiment. Eine Übersicht aller Einlagen nach Anwendungsgebiet bietet Einlage nach Anwendungsgebieten.
Was ist der Unterschied zwischen Stretch-In 9110 und 9100?
Beide sind querelastische Gewebeeinlagen von Helsa für empfindliche Damenoberstoffe – die 9110 mit 30 g/m², die 9100 mit 22 g/m². Die 9100 ist für die feinsten, transparentesten Stoffe entwickelt, bei denen selbst 30 g/m² bereits zu schwer wären. Die 9110 eignet sich für leichte bis mittelschwere elastische Webwaren mit etwas mehr Substanz.
Wofür brauche ich die 150-cm-Breite?
Die 150-cm-Breite ist dann sinnvoll, wenn Schnittteile breiter als 90 cm sind oder wenn mehrere Teile nebeneinander zugeschnitten werden sollen. Für Kragen, Manschetten und Blenden reicht die 90-cm-Bahn in aller Regel aus.
Kann ich die 9110 für Viskose und Acetat verwenden?
Ja. Die Einlage bietet ausgezeichnete Haftung auf schwierigen Oberflächen wie Viskose, Acetat und Cupro. Vor der Produktion wird ein Fixierversuch am Reststück empfohlen.
Warum wird die 9110 ohne Dampf gebügelt?
Die Fixierempfehlung sieht trockenes Bügeln bei ca. 170 °C vor. Dampf kann bei dieser dünnen Einlage die Haftmasse ungleichmäßig aktivieren und auf empfindlichen Stoffen wie Acetat zu Beschädigungen führen. Die höhere Trockentemperatur aktiviert die Beschichtung zuverlässig ohne dieses Risiko.
Ist die 9110 auch für beschichtete Stoffe geeignet?
Ja, sie ist ausdrücklich auch für beschichtete Stoffe vorgesehen. Ein Probetest vorab ist dennoch empfehlenswert, da die Beschichtung die Wärmeleitung und damit das Fixierverhalten beeinflussen kann.



