Diese Gewebefixiereinlage aus Baumwollkette und Polyesterschuss ist mit 165 g/m² die schwerste aufbügelbare Einlage im Sortiment. Sie ist für Anwendungen entwickelt, bei denen leichtere Einlagen nicht ausreichend Formstabilität liefern: Frontfixierungen an Uniformjacken, Offiziermänteln, schweren Wintermänteln und Sakkos aus voluminösen Wollstoffen. Die angeraute Oberfläche – erzeugt durch die aufgeraute Baumwollkette – vergrößert die Kontaktfläche zwischen Einlage und Oberstoff und trägt zu einem stabilen Haftverbund bei.
Das Gewicht von 165 g/m² positioniert diese Einlage klar am oberen Ende der Skala – sie ist nicht für Blusen oder leichte Kleider geeignet, sondern ausschließlich für schwere Oberbekleidung, die dauerhaft Formstabilität halten muss. Typische Anwendungen sind Vorderteile von Uniformjacken und -mänteln, bei denen das Revers über Jahre seinen Stand behalten soll, sowie Frontfixierungen an schweren Wintermänteln aus Wollstoffen und Lodengeweben. Auch für Trachtenstoffe wie Lodenjacken und -mäntel, die typischerweise hohe Steifigkeitsanforderungen an das Vorderteil stellen, eignet sich diese Einlage. Die Farbe Mausgrau ist für dunkle bis mitteltonige Oberstoffe neutral; bei sehr hellen Stoffen kann sie unter dünnem Material sichtbar sein.
Zuschnitt: Fadengerecht in Längsrichtung zuschneiden. Bei dieser Einlagestärke besonders darauf achten, dass Einlage und Oberstoff in exakt gleicher Fadenrichtung liegen – Verzug durch falschen Fadenlauf ist bei 165 g/m² kaum korrigierbar.
Aufbügeln: Beschichtete Seite nach unten auf die linke Seite des Oberstoffs legen. Bügeleisen auf 140 °C stellen und jede Stelle 12–14 Sekunden schrittweise fest aufdrücken – nicht schieben. Der hohe Druck ist notwendig, damit die Haftmasse durch die dicke Einlage hindurch ausreichend Kontakt zum Oberstoff bekommt.
Abkühlzeit: Das fixierte Teil vollständig auskühlen lassen – bei dieser Einlagestärke mindestens 30 Minuten flach liegend – bevor weiterverarbeitet wird.
Hinweis zu leichten Stoffen: Diese Einlage ist ausschließlich für schwere Oberstoffe geeignet. Auf leichten oder mittelgewichtigen Materialien würde das Eigengewicht der Einlage den Stoff verziehen und das Tragegefühl beeinträchtigen.
Für die Nahtbereiche an Revers und Vorderkanten empfiehlt sich ergänzend Nahtband. Als Futterstoff für schwere Mäntel und Uniformjacken steht das Sortiment der Futterstoffe bereit. Passende Knöpfe sowie Sakkotaschen und Hosentaschen ergänzen das Projekt. Wer für mittelschwere Stoffe eine leichtere Frontfixiereinlage sucht, findet die Gewebefixiereinlage 65 g/m² für Sakkos und Mäntel im Sortiment. Eine Übersicht aller Einlagen nach Anwendungsgebiet bietet Einlage nach Anwendungsgebieten.
Warum ist die Einlage angeraut?
Das Aufrauen der Baumwollkette vergrößert die Oberfläche der Einlage und schafft mehr Kontaktpunkte zwischen Einlage und Oberstoff. Das verbessert den Haftverbund beim Aufbügeln – besonders wichtig bei dieser Einlagestärke, wo die Haftmasse eine dicke Gewebelage durchdringen muss, um den Oberstoff zuverlässig zu verbinden.
Für welche Stoffe ist 165 g/m² angemessen?
Diese Einlagestärke ist ausschließlich für schwere Oberbekleidungsstoffe geeignet: Uniformtuche, Loden, schwere Wollgewebe und vergleichbare Materialien ab ca. 400 g/m² Oberstoffgewicht. Auf leichteren Stoffen würde die Einlage das Kleidungsstück verformen und den Fall negativ beeinflussen.
Warum ist die Einlage nur in Mausgrau erhältlich?
Frontfixiereinlagen für schwere Oberbekleidung werden überwiegend unter dunklen oder mitteltonigen Oberstoffen eingesetzt – Uniformen, dunkle Mäntel, graue Sakkos. Mausgrau ist für diesen Einsatzbereich die universell neutrale Farbe. Bei sehr hellen Oberstoffen sollte ein Probestück zeigen, ob die Farbe unter dem Material sichtbar ist.
Kann ich diese Einlage auch für Trachtenjacken verwenden?
Ja, sofern der Trachtenstoff schwer genug ist. Loden und schwere Janker-Gewebe ab ca. 400–500 g/m² vertragen diese Einlagestärke gut. Leichtere Trachtenstoffe sind mit der 65 g/m²-Variante besser bedient.
Wie unterscheidet sich diese Einlage von der 65 g/m²-Frontfixiereinlage?
Die 65-g/m²-Einlage ist für mittelschwere Stoffe wie Kammgarn und leichte Wollgewebe ausgelegt und gibt Formstabilität bei erhaltenem, schmiegsamem Griff. Die 165-g/m²-Einlage gibt dem Vorderteil deutlich mehr Eigensteifigkeit und ist für schwere Stoffe gedacht, bei denen maximale Formgebung gefragt ist – etwa bei Uniformvorderteilen, die über lange Zeiträume ihren Stand halten müssen.