Geschlossenes Hosenbundfutter mit eingewebter Rutschbremse für Hosen und Röcke. Beide Kanten des Bands sind bereits fertig eingeschlagen, sodass das Bundband ohne Umschlagen und ohne Versäubern um die Bundkante gelegt und direkt aufgesteppt wird. Das verkürzt die Verarbeitung deutlich gegenüber offenen Ausführungen und eignet sich auch für die Serienfertigung. Mit 50 mm Breite fällt der Bund etwas breiter aus als die klassische 45-mm-Ausführung. Nicht elastisch, in Mittelgrau, als Meterware.
Das Stoppband erzeugt Reibung auf dem darüber getragenen Oberteil und verhindert, dass Hemd oder Bluse beim Sitzen und Bewegen aus der Hose rutschen. Durch den fehlenden Stretchanteil behält der Bund über die gesamte Tragezeit seine Form.
Schneidereien setzen die geschlossene Ausführung ein, wenn viele Bünde in kurzer Zeit gefertigt werden müssen: Anzughosen, Stoffhosen und Uniformhosen erhalten so einen sauberen Innenbund in einem Arbeitsgang. In der Kostüm- und Theaterschneiderei bewährt sich der Fertigbund bei Bühnenhosen, die häufig geändert und neu gefasst werden. Für Nähkurse in Schule und Verein ist die geschlossene Variante die einfachste Form des Bundaufbaus, weil kein Einschlagen der Kanten nötig ist. Beim Ändern und Aufarbeiten getragener Hosen ersetzt das Band einen verschlissenen Innenbund. Die 50 mm Breite bietet gegenüber schmaleren Bändern mehr Auflagefläche am Bund. Die schmalere, unten offene Variante finden Sie beim Hosenbund mit Rutschbremse in 45 mm, weitere Ausführungen in der Kategorie Hosenbund.
Das Band wird um die obere Bundkante gelegt und knappkantig aufgesteppt; beide Längskanten sind bereits sauber abgeschlossen. Ein gerader Stich genügt, da das Band nicht elastisch ist. Geeignet ist eine Universalnadel NM 80 bis 90, bei dicken Bundstoffen NM 90. Für die stark beanspruchte Bundnaht empfiehlt sich reißfestes Polyester-Nähgarn.
Was bedeutet „geschlossen" beim Hosenbund?
Geschlossen bedeutet, dass beide Kanten des Hosenbundbands bereits fertig eingeschlagen sind. Das Band wird um die Bundkante gelegt und direkt aufgesteppt, ohne dass Kanten umgeschlagen oder versäubert werden müssen.
Worin unterscheidet sich der geschlossene vom unten offenen Hosenbund?
Beim unten offenen Hosenbund wird die untere Kante beim Nähen mitgefasst oder von Hand angenäht, was mehr Anpassungsspielraum bei der Bundkonstruktion lässt. Der geschlossene Hosenbund ist schneller verarbeitet, weil beide Kanten schon abgeschlossen sind.
Wozu dient die Rutschbremse im Hosenbund?
Die Rutschbremse ist ein eingewebtes Stoppband auf der Innenseite des Bunds. Sie hält Hemd oder Bluse durch Reibung in der Hose und verhindert das Herausrutschen beim Sitzen und Bewegen.
Ist der 50 mm breite Hosenbund elastisch?
Nein, der geschlossene Hosenbund mit Rutschbremse in 50 mm Breite ist nicht elastisch. Er hält den Bund formstabil und eignet sich damit für klassische Anzug- und Stoffhosen.
Kann ich den Hosenbund mit einer normalen Nähmaschine aufsteppen?
Ja, das Bundband lässt sich mit jeder Haushaltsnähmaschine verarbeiten. Ein gerader Stich mit Universalnadel NM 80 bis 90 und Polyester-Nähgarn genügt.