Diese Gewebeeinlage aus 100 % Polyester ist in Rundstricktechnik gefertigt und dadurch in Querrichtung elastisch. Das ist der entscheidende Unterschied zu einer konventionellen Gewebeeinlage: Wo eine nicht-elastische Einlage die Dehnbarkeit des Oberstoffs blockieren würde, gibt diese Einlage der Bewegung des Stoffs nach. Mit 44 g/m² gehört sie zu den leichtesten Fixiereinlagen im Sortiment – sie stabilisiert, ohne Volumen oder Steifheit einzubringen. Ausgezeichnete Haftung auch auf schwierigen Oberflächen wie Viskose, Acetat, Cupro und beschichteten Stoffen.
Die Einlage eignet sich für alle Stellen an Kleidungsstücken aus elastischen oder empfindlichen Materialien, die Formstabilität benötigen, ohne ihre Beweglichkeit zu verlieren. An Kragen, Manschetten, Blenden und Knopfleisten von Blusen und Kleidern aus Jerseystoffen oder Stretchstoffen verhindert sie das Ausleieren, ohne den Stoff starr zu machen. Auch für Vorderteile von leichten Jacken und Blazern aus elastischen Qualitäten ist sie geeignet. Bei Viskose, Acetat und Cupro – Stoffe, bei denen viele Einlagen schlecht haften – sorgt die Paste-Dot-Beschichtung für eine zuverlässige Verbindung.
Zuschnitt: In Längsrichtung und fadengerecht zuschneiden. Die Querdehnbarkeit der Einlage soll mit der Dehnrichtung des Oberstoffs übereinstimmen.
Anfixieren: Zunächst stellenweise bei niedriger Temperatur kurz anfixieren, um Verzug zu vermeiden. Danach mit feuchtem Tuch abdecken, Bügeleisen auf Stufe 2–3 stellen und jede Stelle ca. 15 Sekunden schrittweise fest aufdrücken – nicht schieben.
Abkühlzeit: Fixierte Teile mindestens 30 Minuten flach liegend auskühlen lassen.
Wäsche: Schonwaschgang 30 °C, nicht bleichen, nicht im Trockner. Pflegeanforderungen des Oberstoffs beachten – bei Viskose und Acetat gelten meist strengere Vorgaben.
Probetest empfohlen: Bei elastischen und empfindlichen Stoffen vor der Produktion einen Fixierversuch mit anschließender Pflegebehandlung durchführen.
Für Nähprojekte aus Jerseystoffen empfiehlt sich als Nähgarn ein synthetisches Nähgarn – reißfester als Baumwollgarn bei dehnbaren Nähten. Für Nahtbereiche, die nicht auseinanderziehen sollen, steht Nahtband bereit. Wer schwerere, nicht-elastische Webware einlegen möchte, findet die passende Gewebefixiereinlage für Sakkos und Mäntel im Sortiment. Eine Übersicht aller Einlagen nach Anwendungsgebiet bietet Einlage nach Anwendungsgebieten.
Warum brauche ich eine elastische Einlage für Stretchstoffe?
Eine nicht-elastische Einlage würde die Dehnbarkeit des Oberstoffs an den fixierten Stellen blockieren. Das führt beim Tragen dazu, dass die Naht reißt oder der Stoff an dieser Stelle unförmig wird. Eine quer-elastische Einlage dehnt sich mit dem Stoff mit und gibt gleichzeitig die nötige Stabilisierung, damit Kragen, Blenden und Knopfleisten ihre Form behalten.
Für welche Stoffe ist diese Einlage besonders geeignet?
Die Einlage eignet sich besonders für leichte bis mittelschwere elastische Webwaren und Strickstoffe sowie für schwierige Oberflächen wie Viskose, Acetat, Cupro und beschichtete Stoffe, auf denen viele andere Einlagen schlecht haften. Die Paste-Dot-Beschichtung sorgt auch auf glatten und synthetischen Oberflächen für zuverlässige Haftung.
Was bedeutet „bielastisch" bei einer Einlage?
Bielastisch bedeutet, dass die Einlage in beide Richtungen – Längs und Quer – dehnbar ist. Bei dieser Einlage ist die Querdehnbarkeit besonders ausgeprägt (quer-elastisch), was für die meisten elastischen Bekleidungsstoffe, die hauptsächlich in Querrichtung dehnen, die entscheidende Eigenschaft ist.
Kann ich diese Einlage auch für normale Blusenstoffe ohne Elasthan verwenden?
Ja. Die Einlage ist zwar für elastische Stoffe entwickelt, aber ihre ausgezeichnete Haftung auf schwierigen Oberflächen macht sie auch für empfindliche, nicht-elastische Stoffe wie Viskose, Acetat oder Cupro zur ersten Wahl. Auf reinen Baumwollstoffen mittlerer Stärke ist die Batist-Gewebeeinlage G710 meist besser geeignet.
Warum soll die Einlage zunächst nur stellenweise angefixiert werden?
Bei sehr leichten und elastischen Stoffen kann das vollständige Aufbügeln in einem Schritt zu Verzug führen, weil sich der Stoff unter der Bügelhitze leicht verformt. Durch kurzes Anfixieren an mehreren Punkten bei niedriger Temperatur wird die Einlage zunächst positionsstabil gehalten – erst dann folgt das vollständige Aufbügeln mit feuchtem Tuch.





