Cambric ist ein sehr feines, dicht gewebtes Gewebe in Leinwandbindung, das ursprünglich aus Leinen gefertigt wurde und heute überwiegend aus Baumwolle besteht. Der Name geht auf die nordfranzösische Stadt Cambrai zurück, in der das Gewebe im Mittelalter erstmals in großem Stil hergestellt wurde.
Kennzeichnend für Cambric ist die glatte, geschlossene Oberfläche mit leichtem Glanz, die durch eine besonders hohe Fadendichte bei feinen Garnen entsteht. Der Stoff ist dünn, aber vergleichsweise fest und knittert weniger stark als andere feine Baumwollgewebe wie Batist. Häufig wird Cambric zusätzlich appretiert, um den charakteristischen Glanz und die Steifheit zu verstärken.
Traditionell wurde Cambric für feine Taschentücher, Kragen, Manschetten und Bettwäsche verwendet. Heute findet sich der Stoff außerdem als Grundlage für technische Anwendungen wie Musterpapier im Schnittkonstruktionsbereich, da die glatte, feste Oberfläche ein präzises Zeichnen und Übertragen von Linien erlaubt.
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Von der nordfranzösischen Stadt Cambrai, in der das Gewebe im Mittelalter erstmals in großem Umfang produziert wurde.
Cambric ist meist etwas fester appretiert und hat einen dezenten Glanz, während Batist weicher fällt und transparenter wirkt.