Perlon ist eine geschützte Markenbezeichnung für eine Polyamid-6-Faser, die 1938 vom deutschen Chemiker Paul Schlack entwickelt wurde. Chemisch handelt es sich um eine Faser aus Caprolactam, vergleichbar mit dem amerikanischen Nylon, das auf einem anderen Polyamidtyp basiert.
Perlon wurde in Deutschland zunächst für technische Anwendungen wie Fallschirme genutzt, bevor ab den 1940er-Jahren die zivile Nutzung für Damenstrümpfe begann und die Faser zu einem bekannten Warenzeichen wurde. Später wurde die Bezeichnung Bayer Perlon® für Polyamid-6-Fasern verwendet, die von einem Bayer-Unternehmen hergestellt wurden.
Wie andere Polyamidfasern ist Perlon reißfest, elastisch, knitterarm und nimmt kaum Feuchtigkeit auf, wodurch die Faser schnell trocknet.
Beide sind Polyamidfasern, basieren aber auf unterschiedlichen Ausgangsstoffen: Perlon auf Caprolactam (Polyamid 6), Nylon auf Adipinsäure und Hexamethylendiamin (Polyamid 6.6).
Zunächst vor allem für technische und militärische Anwendungen wie Fallschirme, später für die zivile Nutzung in Strümpfen und Bekleidung.