Acryl bezeichnet in der Textilherstellung Gewebe und Gestricke aus Polyacrylnitril, einer vollsynthetischen Faser. Sie wird häufig dort eingesetzt, wo ein wollähnlicher Griff, Wärme und geringes Gewicht gefragt sind, die Verarbeitung aber pflegeleichter und meist kostengünstiger sein soll als bei reiner Wolle.
Acryl ist leicht, formstabil, farbecht und trocknet schnell, da die Faser kaum Feuchtigkeit aufnimmt. Ein bekannter Nachteil ist die Neigung zu Pilling, also der Bildung kleiner Fusselknötchen bei Reibung, sowie eine geringere Atmungsaktivität im Vergleich zu Naturfasern.
Acryl wird vor allem für Strickwaren, Decken, Teppiche und Outdoor-Textilien verarbeitet, oft auch in Mischgeweben mit Wolle oder Baumwolle, um die Eigenschaften beider Fasern zu kombinieren.
Ja, Acryl hält vergleichsweise warm bei geringem Gewicht, da die Faser Luft in ihrer Struktur einschließt.
Die Faser ist relativ glatt und elastisch, wodurch sich kurze Fasern bei Reibung leicht lösen und zu kleinen Knötchen verfilzen.