Overlock - Maschine, der richtige Stich In den Beschreibungen wird dies zwar meistens ausführlich behandelt, aber die Praxis sieht doch immer etwas anders aus.
Von meinen früheren Nähkurs Teilnehmern weiß ich, wie oft verzweifelt mit den Maschinen gekämpft wurde, wenn der Stich nicht stimmte. Die meisten bekamen dann fast die Krise, wenn nur noch ausfädeln half.
Es gab sogar Teilnehmer, die Ihre Maschinen wieder verkauft haben, weil Sie mit dem Einfädeln einfach nicht klar kamen.
Hier ein paar Tipps aus der täglichen Praxis:
Als Faustregel haben wir in unserem Atelier folgende Hilfestellung schriftlich festgehalten.
Bei normalem Faden z.B. Stärke 120 die Spannung etwas stärker zudrehen. Wenn ein feiner Faden z.B. Serafil (extra für die Overlock- Nähmaschine zum versäubern) benutzt wird, dann die Spannung lockern.
Zur Kontrolle auf einem Stoffstück ausprobieren und bei Bedarf die einzelnen Spannungen vorsichtig immer nur ein klein wenig auf und zu drehen, bis der gewünschte Stich entsteht.
Sollte dies alles nicht zum gewünschten Ergebnis führen, dann hilft oft nur noch eins, die ganze Maschine total ausfädeln, ausputzen, bei Bedarf ölen, die Nadel kontrollieren und neu einfädeln.
Und machen Sie uns folgenden Tipp nach, zeichnen Sie sich die Punkte der Spannungen auf und schreiben Sie genau die Einstellung für jeden Faden auf.
Die Aufzeichnung wird Ihnen beim nächsten Mal eine große Hilfe sein, wenn wieder mal der Stich nicht so will, wie Sie ihn gern hätten.
Ich weiß, dass die Overlock- Maschine oft nicht einfach zu bedienen ist, wenn die Spannung nicht stimmt. Versuchen Sie es mal mit unseren kleinen Tricks aus der täglichen Praxis, Sie werden sicher damit Erfolg haben.
Nähmaschinen Pflegetipps Diese guten Stücke leisten uns sehr große Dienste und wollen natürlich auch dementsprechend von uns behandelt werden.
Hier werde ich Ihnen meine ganz persönlichen Pflegetipps verraten, die oft nicht so erklärt werden in den Beschreibungen. Meine Maschinen werden regelmäßig schön ausgeputzt (mit dem Pinsel) und danach bei Bedarf leicht eingeölt. Zum ausputzen zerlege ich im Bereich der Spule soweit es möglich ist die Teile, damit gut gesäubert und geölt werden kann. Über das einölen streiten sich die Geister, denn oft wird in den Beschreibungen angegeben, dass ein einölen nicht notwendig sei.
Dann kamen als meine Nähkursteilnehmer und die Maschinen waren am ächzen und stöhnen, weil die nötige Schmiere fehlte. Zuerst habe ich dann Maschinenpflege gemacht, schön ausgepinselt, dann eingeölt und danach noch die Nadel kontrolliert, ob sie stumpf ist, erst dann machte das Nähen so richtig Spaß, denn die Maschinen liefen wieder einwandfrei.
Oft werden auch Probleme mit der Spannung an mich herangetragen. Der Stich ist nicht einwandfrei, gibt Schlaufen oder zieht. Hier hilft ebenfalls wie bei der Overlockmaschine, die Spannung geduldig ausprobieren, kontrollieren ob die Nadel in der Stärke zum Faden passt, oder vielleicht stumpf ist, die Spule richtig sitzt und immer wieder eine Probe nähen.
Hier habe ich schon oft festgestellt, dass es an der Nähseide liegt und einzelne Maschinen so ihre Probleme mit dem Stich haben.
Wir Profis verwenden daher meistens einen sehr guten Faden mit 120 Stärke.
Auch bei den Maschinennadeln sollten Sie Sorgfalt walten lassen. Denn eine stumpfe Nadel
Kann Ihnen schnell das wunderschöne neue Teil verderben, wenn Fäden gezogen werden. Daher immer eine gute Nadel verwenden.
Auch hier habe ich einen kleinen Trick für Sie: Natürlich ist es sehr ärgerlich, wenn ständig die Nadel einen Haken hat und ausgewechselt werden muss. Bei uns im Atelier werden diese stumpfen Teile gesammelt und die leicht beschädigten Nadeln reiben wir an der Spitze mit feinem Schleifpapier ab und verwenden sie bei gröberen Stoffen.
Im übrigen empfehle ich die richtigen Maschinennadeln zu verwenden, das heißt, für Jeans nehmen Sie Jeansnadeln, für feine Stoffe 70er 80er und 90er für Wollstoffe, die ganz starken verwende ich persönlich sehr selten, da die meisten Stoffe mit den angegebenen Stärken genäht werden können.
Noch ein letzter Tipp zum Schluss: Für T-Shirts brauchen Sie keine Maschinennadel für Wirkware, sondern eine ganz normale 70er gute Nadel. Die Maschinennadeln mit der Rundspitze verwenden Sie nur für richtige Strickstoffe.
Wie kopiere ich einen Schnitt? Hier gibt es zwei Methoden. Entweder legen Sie ein transparentes Papier über das heraus zu kopierende Teil und fahren mit dem Bleistift die Linien nach, oder es wird ein Papier untergelegt und mit dem Kopierrädchen den Markierungen entlang nachfahren.
Anmerkung: Ich selbst bevorzuge die Methode untergelegtes Papier, denn sie ist sparsamer im Papierverschleiß, weil alle möglichen Papiere verwendet werden können. Der Nachteil hierbei ist, dass die Schnittbögen etwas ramponiert aussehen bei mehrfachem Gebrauch.
Und ganz wichtig, vor dem Ausrädeln eine Unterlage auf den Tisch oder Boden legen.
Falls Sie Probleme oder Fragen zum Login oder Fragen zur Registration haben, können Sie sich unter der Rufnummer 0 62 82 / 59 1 an uns wenden, wir helfen Ihnen gerne weiter!